| Jugendfreizeit Bezirk Wetzlar |
| Geschrieben von: Jasmin Oschmann, Ramona Steller, Marco Czub |
| Dienstag, den 04. Oktober 2011 um 19:49 Uhr |
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Jugendfreizeit Wetzlar vom 30.09.2011 bis 03.10.2011 (Wetzlar/Weimar, 30.09.-03.10.2011) An diesem verlängerten Wochenende war die Wetzlarer Jugend in Weimar unterwegs um Gemeinschaft zu pflegen, viel Freude zu erleben und etwas über die Geschichte von Weimar zu erfahren. Um 16:30 Uhr ging es los. Die Jugendlichen aus dem Bezirk Wetzlar und ihre lieben Gäste aus Siegen, Lauterbach und Marburg trafen sich am Freitag, den 30. September 2011 in Wetzlar. Von dort aus machten sich alle zu einer ganz besonderen Jugendfreizeit auf. Dieses Jahr wurde das lange Wochenende genutzt, um die Kulturstadt Europas – Weimar – zu besuchen. Nachdem alle Koffer im Bus verstaut waren, konnte es losgehen. Da nun recht viele die Idee hatten, über das lange Wochenende wegzufahren, kamen wir erst abends gegen 21 Uhr an. Dies war aber nicht weiter schlimm, da die Zeit während der Busfahrt zum Einsingen genutzt wurde. Nach der Ankunft durfte keine Müdigkeit vorgetäuscht werden, da der erste Programmpunkt nun auf dem Plan stand. Unsere beiden Stadtführer, Mario und Berit erwarteten uns mit Gewändern aus der Zeit der Weimarer Klassik, um uns die Stadt bei einer kleinen Nachtwanderung vorzustellen. Anschließend ging die Jugend noch gemeinsam in eine Bar, die sich praktischerweise gegenüber der Jugendherberge befand und ließ den Abend mit leckeren Cocktails ausklingen. Nach dem Frühstück ging es am nächsten Tag ins Weimarhaus. Dort lernten wir die Geschichte der Stadt und ihre geistigen Größen auf interessante und einprägsame Weise kennen. In 30 Minuten führte uns Goethe durch die wichtigsten Etappen Weimars. Durch Wachsfiguren und Spezialeffekte wurde die Geschichte Weimars erlebbar gemacht. Neben dem straffen, aber sehr schönen Programm hatten wir dann am Vormittag die Gelegenheit, Weimar noch in kleinen Gruppen selbst zu erkunden. Manche genossen einfach das tolle Wetter an diesem Wochenende, andere tranken einen Kaffee und ließen es sich gut gehen oder besuchten einige der vielen Sehenswürdigkeiten Weimars, wie das Schiller- und Goethehaus. Nach dem Mittagessen machte sich die Jugend nun zu einem sehr wichtigen Programmpunkt an diesem Tag auf. Wir besuchten die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald. Bei der Busfahrt merkte man bei manchen schon eine gewisse Anspannung. Was würde einen dort erwarten? Zu Beginn schauten wir einen Film, der uns nur kleine, aber sehr emotionale und erschreckende Bilder zeigte. Anschließend wurden wir in zwei Gruppen durch das Lager geführt. Die Arrestzellen vermittelten uns nur einen kleinen Eindruck der Grausamkeiten, die sich hier während des zweiten Weltkrieges abgespielt haben. Danach gingen wir durch das Lagertor, dem einzigen Ein- und Ausgang des Lagers, mit der Inschrift „Jedem das Seine“. So war der Ausspruch vom Appellplatz immer lesbar. Danach trafen sich die beiden Gruppen an der Gedenktafel, die den Opfern des Konzentrationslagers gedenkt. Das besondere an ihr ist, dass sie immer auf 37°C Körpertemperatur aufgewärmt ist. Dort sangen wir gemeinsam das Lied „Hevenu shalom alajchem“. Auch der Besuch des Krematoriums und der Massengräber war ein sehr emotionaler Moment. Man konnte kaum glauben, welche Grausamkeiten hier im Konzentrationslager vollzogen wurden und welche Folter die Opfer ertragen mussten. An verschiedenen Eckpunkten gedachten wir der Opfer mit musikalischen Beiträgen und sprachen gemeinsam am Ende der Besichtigung ein Gebet. Nach der Besichtigung fuhren wir nach Weimar zurück und trafen uns dort mit der Weimarer Jugend in der neuen Kirche in Weimar. Im Hof wurden wir schon durch den Duft frisch gegrillter Thüringer Rostbratwürstchen willkommen geheißen. Zu Beginn erzählte uns der dortige Jugendleiter etwas über den Bau und die Entstehung der Kirche. Anschließend hatte die Weimarer Jugend für Essen und Trinken gesorgt und wir saßen im Hof beisammen. Nach dem Essen arbeiteten wir gemeinsam den Besuch der Gedenkstätte des Konzentrationslagers auf. Dazu besuchte uns ein Flüchtling aus Bahrain, der uns schilderte, wie es ist, in seinem Land gejagt und ohne Grund verhaftet zu werden. Nach der Gesprächsrunde gingen wir zur Herberge zurück. Am Sonntag erlebten wir den gemeinsamen Erntedankgottesdienst mit der Weimarer Gemeinde. Dort spielte vor und nach dem Gottesdienst das Wetzlarer Jugendorchester. Des Weiteren wurde der Gottesdienst gemeinsam vom Weimarer Chor und dem Jugendchor umrahmt. Nach dem Gottesdienst und dem Mittagessen stand nun Geocaching in Weimar auf dem Plan. Hierzu wurden wir in 5 Gruppen aufgeteilt und bekamen verschiedene Koordinaten, die uns an unser erstes Ziel führen sollten. Dort warteten dann 5 Aufgaben auf uns rund um das Thema der Brunnen in Weimar. Wenn alle Aufgaben geschafft waren, konnte man die nächsten Koordinaten errechnen, die dann zum Schatz („Cache“) führen sollten. Die Gruppen wurden durch ganz Weimar geschickt: Ins Schloss Belvedere oder auch an etwas ungewöhnliche Ecken und einsturzgefährdete Gebäude. Auch wenn der Schatz am Ende von niemandem gefunden wurde, hat man auf diese Weise sehr viel von Weimar gesehen, hatte einen tollen Nachmittag und war am Abend um einige Blasen am Fuß reicher. Den Abend ließen wir gemeinsam sehr lustig im „Beat-Corner“, einer Musikbar, ausklingen. Beim gemeinsamen Bier/Cola etc. kamen gute Gespräche zustande, man konnte viel lachen und es wurde sogar getanzt!!! Die Stimmung war sehr gut und hielt auch bis 2 Uhr morgens an. Am Montag besuchten wir zum Abschluss noch das Museum für Ur- und Frühgeschichte. Nach einer kurzen Führung zur Evolution des Menschen gab es eine kleine Jugendstunde über die Schöpfung und Evolution. Hier sahen und hörten wir eine Präsentation, die sich damit beschäftigte, ob zwischen der biblischen Schöpfungsgeschichte und der Evolutionstheorie ein Widerspruch besteht. Nach dem Mittagessen und dem Auschecken gab es noch eine kleine Feedbackrunde. Danach traten wir mit dem Bus die Heimfahrt an, die viele nutzten, um etwas von dem verlorenen Schlaf vom Wochenende nachzuholen. Zusammenfassend kann man am Ende sagen, dass die Freizeit sehr schön war und auch sehr beeindruckend mit den einzelnen Programmpunkten. Die Mischung war sehr gut und man konnte viel mitnehmen und lernen. Wir hatten aber auch sehr viel Spaß in der Gemeinschaft, hatten einiges zu lachen und freuen uns schon alle auf nächstes Jahr!!!
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