| Jugendgottesdienst mit Bezirksapostel Koberstein |
| Geschrieben von: Stefan Pfütze und Jürgen Mondsech |
| Sonntag, den 25. April 2010 um 18:27 Uhr |
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(Rüsselsheim, 25.04.2010) Der diesjährige Jugendtag der Neuapostolischen Kirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland fand bei strahlendem Sonenschein und fast sommerlichen Temperaturen am 25. April in der Walter–Köbel–Halle in Rüsselsheim statt. Textwort: Psalm 97 Vers 11 'Den Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen' Chor: 'Es lag in Nacht und Graus die Erde' (CM, 233) Bezirksapostel Koberstein: Bezirksapostel Koberstein hieß die Jugend zum Jugendtag 1 nach EJT ganz herzlich und lieb willkommen und wies auf die Schwierigkeit hin, diesem Großereignis mit einem 'normalen Jugendtag' - als einer würdigen Nachfolge - gerecht zu werden. "Zudem ist es mein erster Jugendtag als euer Bezirksapostel. Trotzdem muss das und wird das auch heute 'boom' machen. Aber das ist gar nicht so einfach. In Düsseldorf jedoch war das einfach. Nun bleibt es aber auch nicht aus, dass dies danach abstürzt. Deshalb muss dieses Feuer erneut angefacht werden. 1. Feuer "Was war das für ein Feuer am EJT in Düsseldorf?
Was aber ist in den 11 Monaten nach dem EJT geschehen? Vielleicht sind wir mal abgestürzt, vielleicht ist das Feuer erloschen. Darum lasst uns vergessen was dahinten ist…! Lasst uns nach Vorne schauen - da ist Christus - das Ziel. Am EJT hat der Stammapostel herausgearbeitet, dass dieses Streben sich in folgenden wesentlichen Handlungen niederschlägt:
Der Herr Jesus hat die beiden nicht davon abgehalten in die völlig falsche Richtung zu gehen, er hat nicht mit ihnen geschimpft, er hat sie sogar begleitet, mit ihnen gesprochen, das Brot gebrochen bis sie erkannt haben, dass er Jesu ist und lebt. Das Wort Gottes und das Heilige Abendmahl sind die heutigen Formen der Nähe Jesu zu den Menschen. Durch diese Art der Zuwendung begann das Herz der beiden Jünger wieder zu brennen." Auch in der Jugendarbeit wünscht sich der Bezirksapostel, dass die Jugendlichen nicht angetrieben, sondern begleitet und mitgenommen werden. 2. Licht und Feuer im Sohn Gottes "Licht und Leben ist das Wesen Gottes. Es geht alles von ihm aus. Jesu ist geprägt durch das Licht. In ihm ist Licht und Leben und dieses Licht ist das Leben des Menschen. Lassen wir uns Wesen Jesu durch das Licht und Feuer übertragen. Dieses Licht und Feuer wiederum liegt im Wort Gottes, unabhängig von der Person die es verkündet. Auch im Heiligen Abendmahl liegt das Licht und Feuer Jesu." 3. Was mache ich mit diesem Feuer? "Gib dem Sohn Gottes die Chance dich zu begleiten, auch wenn du mal in die verkehrte Richtung marschierst. Lasst uns nicht nur Licht haben, nein - mache dich auf und werde Licht! Wir alle sind Gotteskinder, aber wir sehen ganz normal aus, wir tragen kein Tatto an dem man uns erkennt. Auch Jesu sah aus wie ein ganz normales Baby und das grandiose war, dass Simeon ihn trotzdem erkannte - ohne dass man es dem Kind auf den Po geritzt hat. Auch unser Feuer soll man an uns erkennen. Durch dich Gotteskind, durch dein Licht, durch dein Feuer, soll Feuer im Herzen anderer angezündet werden. Das ist unsere Aufgabe. Lasst uns von unserem Licht und Feuer abgeben. Orchester: 'Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet' (Sondernoten 701, CM 77) "Ich bin gekommen um Euren Bezirksapostel im Gottesdienst erleben zu können. Er hat die Gabe uns mit seiner Begeisterung in den Arm zu nehmen. Und wenn ich in Eure Reihen schaue, dann sieht man, wie das Feuer angezündet wurde. Aber das Psalmwort weißt auch darauf hin, dass es auch wieder ausgehen kann. Ich bin für Grönland zuständig. Wir haben dort zwei Gemeinden. Im bewachsenen Westen liegt die Gemeinde Umanag. Dort ist es über Monate dunkel und die Menschen warten auf den Tag, an dem die Sonne wieder kommt. Einmal im Jahr findet ein großes Fest statt, und die Menschen gehen auf einen hohen Berg und warten auf die ersten Sonnenstrahlen. Wenn diese dann kommen strecken sie die Arme danach aus. Danach werden diese Sonnenstrahlen Tag für Tag immer etwas länger, bis die Sonne gar nicht mehr untergeht. Wir erleben auch manchmal einen Karfreitag und sind dann sehr enttäuscht und in uns gekehrt. Wir wollen keine Kerzen-Christen sein, die nur schön anzusehen sind, aber keine Flamme haben. Wir wollen Lichtes-Christen sein und Licht ausstrahlen. Unser Licht muss brennen und ausstrahlen. Wir wollen andere mit unserem Licht berühren. Höhepunkte in unserem Glaubensleben sind natürlich Augenblicke wie der EJT, aber es sind auch Erlebnisse der besonderen Zuwendung deines Vorsteher, Priesters oder Jugendleiters! Feuer hat wunderbare Eigenschaften. Es erhellt, es erwärmt und es verzehrt. Es erhellt unsere Umgebung und unseren Weg, es erhellt auch, was wirklich wichtig ist in unserem Leben. Es erwärmt uns. Die Gemeinschaft schafft die Wärme, die wir brauchen. Stammapostel Leber sprach kürzlich davon, dass wir die Gemeinschaft brauchen um das Ziel zu erreichen Es verzehrt unsere Sünden und schenkt uns wieder ein weißes Kleid im Heiligen Abendmahl. Es ist schön, ein Lichtesgotteskind zu ein. Der Herr muss es sein, der das Feuer in uns erfasst. Es ist schön von unserem Licht abzugeben. Dazu erhalten wir immer wieder neue Kräfte und Freude. Und wenn es dir einmal schlecht geht, dann bist du nicht vergessen Es gehört zum Glaubensleben, dass man mal ganz runter kommt, aber der Herr stärkt dich, er ist bei dir und wird das Feuer immer wieder neu in dir entfachen. Verlass dich drauf!" Bezirksapostel Koberstein: "Ich muss Euch mal ein Kompliment machen. Ihr, die Jugend, habt in die Gemeinden das Feuer gebracht, weil ihr das Feuer in Euch in die Gemeinden abgegeben habt. Die Gemeinden haben sich verändert - ich erlebe das immer wieder. Da wird immer öfter geklatscht, da wird auch mal mit den Fingern 'geschnippt'. Ja, früher wäre man damit in den Keller gegangen (das darf man doch nicht…!) Ihr gebt von Eurer Überzeugung ab. Schauspielern wäre schlecht. Das wäre wie eine Kerze ohne Flamme. Auch ein Kompliment für das, was Ihr für den EJT getan habt. Es hat sich alles gelohnt. Bischof Münster kam eines Tages zu mir mit der Frage: Dürfen wir dem Jugendtag ein Motto geben? Wir haben da eins: 'Relight my Fire'. Meine Frage, ob er denn das Textwort wisse, welches ich verwenden möchte, verneinte er. Er konnte es auch gar nicht wissen! Seht ihr, wie schön das alles zusammenpasst. Da passt eins zum andern." Bischof Münster: "Nun technisch hochgerüstet (trägt Microphon Headset), bin ich froh, dass ich nicht in einer Mottoshow vor einer Dreiercrew stehe, sonder bei Euch sein darf. Das Feuer vom EJT hat auch in den vergangenen Monaten immer wieder gebrannt. Aber es wurde mit der Zeit immer weniger. Gab man aber ein Stichwort, flackert es kurz und das Feuer entzündete sich wieder - das Feuer ist immer noch da! Wir haben den Beginn der Grillsaison. Da muss man die Glut vorsichtig anpusten. Wird der Luftzug stärker, entstehen Flammen. So ein Pusten kann man auch mit einem Wind vergleichen und diesen Wind kann man auch im Gesicht spüren. Dann gilt es sich nicht umzudrehen und durch einen "Rückenwind" schieben zu lassen. Das hätte zur Folge, dass du denn falschen Weg einschlägst. Lasst mich noch einmal an die 'Night of Lights!' am EJT erinnern. Da hatten wir alle kleine blaue Lichter in der Hand. Bei vielen von Euch sind die Batterien vielleicht schon leer. Das macht aber nichts. Eins möchte ich euch aber noch mitgeben. Es war ein Satz aus einem musiklaischen Beitrag am EJT: 'Let your little light shine'.“ Apostel Haeck: "In der Orchesterfreizeit waren zwar die Nächte etwas kürzer als sonst, aber ich habe es verspürt, wie das Feuer wieder so richtig aufgeflammt ist. Hier geht ja wieder ein Licht auf! Sende dein Licht in die Welt, auch in die Welt von Bruder und Schwester, in deren Herz es vielleicht dunkel geworden ist. Feuer und Licht kann man nicht voneinander trennen. Wenn ich in Afrika auf Reisen bin, da zündet man Feuer an, damit es Licht wird. Da musst du aber immer "nachlegen", damit es am Brennen bleibt. Es ist schön, wenn du genug zum "Nachlegen" hast. Du weißt doch, wie das ist, wenn sich Freund und Freundin kennen lernen, wen so ein Stich durchs Herz geh. Da fängt etwas an zu brennen und es wird immer schlimmer. Irgendwann kannst du nicht mehr anders und sprichst darüber und du zeigst es auch. Jesu begleitet die Jünger eine Zeit und hat dann eine Frage gestellt. Aber zuerst hat er zugehört - erst dann hat er mit ihnen gesprochen. Es geht den Amtsbrüdern auch nicht immer so einfach. Dann blicke ich auf einen Tag - das ist der Tag des Herrn. Dann denke ich, da möchte ich dabei sein." Bezirksapostel Koberstein: "Denkt ihr nicht auch manchmal, 'du versteht doch gar nicht, wie es mir geht, wie ich denke, was ich erlebe…' Die Emmaus Jünger fragten Jesu, ob er denn der Einzige sei, der nicht wisse was hier abläuft? Was sie nicht wussten, war, dass sie ausgerechnet den fragten, der als Einziger wirklich ALLES wusste! Jesus Christus weiß genau, wie es dir geht. Er war wahrer Mensch, er weiß wie es hier zugeht, er kennt all den Schlamassel. Er kann dich verstehen! Daher noch einmal die Bitte: Lass es zu, dass er dich in deinem Leben begleitet. Wenn wir jetzt Heiliges Abendmahl feiern, wollen wir dies ganz bewusst tun. Jetzt kommt Christus zu mir und nimmt mich ganz persönlich ganz lieb in den Arm." Gemeinde: 'Biete Gott in seinem Sohne' (Gesangbuch 195, Strophe 3) Im Anschluss erhielt die Gemeinde das Abendmahl. Gemeinde: 'Dein bin ich Gott' (Gesangbuch 307) und 'O Jesu, meine Sonne' (Gesangbuch 289) Chor: 'Sein Geheimnis heißet Gnade' (JLB 24, Vers 2) Außerdem wurde das Abendmahl auch zum Gedächtnis an die Entschlafenen gespendet. Einleitend sang die Gemeinde: 'Sehn wir uns wohl einmal wieder' (Gesangbuch 422, Strophe 1 und 2) Orchester: 'Gnade ist, wie Gott sie reicht, unverdiente Liebe ...' (CM 388) Bezirksapostel Koberstein: "Liebe Jugend auch ihr seid für mich ein Geschenk der Gnade Gottes!" Schlussgebet und abschließendes Lied des Chors: 'Herr, deine Güte reicht so weit' (CM 263) Weitere Bilder zum Jugendtag findest du hier
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Kommentare (7)
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1950 habe ich als 18-jähriger meinen 1. Jgd-GD
erlebt und fortan 47 Jahre lang in Wiesbaden/Ffm/Dortmd u. Rüsselsheim die großen Gottesmänner
erleben dürfen. Jedesmal wurde das Feuer des Hlg. Geistes angezündet und brannte in uns die vielen Jahre hindurch. Als ich den Kurzbericht des JGD in Rüsshm. las, wurde dieses Feuer auch
wieder in mir entzündet. "Laßt das Feuer nicht ausgehen" - war über 35 Jahre der Ruf des BAp.
Rockenfelder. Brannte nicht auch Euer Herz, als der BAP., die Apostel u. der Bischof so mit Euch redeten? Am Tag des Herrn wird es auch brennen wie ein Ofen - da werden die Verächter u. Gottlosen Stroh sein, aber über euch soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit... Mal.3. Herzlichen Dank für den
Mitgenuß Eures Berichtes. LG. OGroß